Die Bendorfer "Höhere Privatschule" als Vorläuferin des heutigen Gymnasiums
Bendorf am Rhein
von Walter Bartsch † Ein heimatkundlicher Beitrag zu ihrer Geschichte Eine Befragung mancher alteingesessener Bendorfer Zeitgenossen über obige Schule konnte keine klare, genaue und erschöpfende Beantwortung erbringen. Doch gibt es so manchen Ortsbewohner, mag er sich für "ortskundig" halten oder nicht, sei er "Ur-Bendorfer" oder Zugezogener, dem eine mehr chronologische, übersichtliche und mehr Wissenswertes enthaltene Gesamtdarstellung über die Bendorfer höhere Privatschule willkommen sein dürfte. Zu deren geschichtlichen Darstellung bin ich den Quellen nachgegangen. Für die Benutzung des nötigen Archivmaterials habe ich zu danken: 1. der Bendorfer Stadtverwaltung; 2. dem Leiter des Ev. Pfarrarchivs Bendorf, Herrn Pfarrer Schlawjinski, und 3. dem Staatsarchiv Koblenz. Die bis in die Römer- und Frankenzeit hin bestehende Siedlung Bendorf hat sich später weiter über das Mittelalter, über das Trümmerfeld europäischer Staatengefüge im Spätmittelalter, über Reformation und Gegenreformation und den Dreißigjährigen Krieg, über die Zeiten von Landesherrschaften und Landeshoheiten hinweg erhalten können. Aber über das private Schulwesen Bendorfs dürfte kaum zu berichten sein. Erst als Preußen am Mittelrhein Fuß faßte, insbesondere nach den Befreiungskriegen von 1813 bis 1814 und nach dem Wiener Kongreß von 1815 beginnt mit zunehmender Befriedung der politischen und sozialen Verhältnisse, mit der Gewährung staatsbürgerlicher Rechte auch das Interesse an besserer Bildung sich zu regen durch Schaffung öffentlicher und privater Schulen. Von einer Privatunterrichtsanstalt für den Raum Bendorf wird in einer Urkunde vom 20. Mai 1820 berichtet, welche der Bruder des damaligen evangelischen. Pfarrers H. Th. Ferdinand Otto unterhielt, dessen Name nicht bloß angegeben wird. "Diese Anstalt (mit acht Zöglingen) ist unbedeutend und bloß im Hause des Pfarrers, dessen Bruder erst einige Zeit bei ihm ist." Am 7. August 1840 soll Bürgermeister Verwer der Behörde den Nachweis über in Bendorf bestehende Privatschulen und - Lehrer einreichen. Da heißt es - "daß weiter keine Privatschulen hier bestehen". Im Oktober 1864 drücken der kath. und der ev. Schulvorstand das Einverständnis darüber aus, daß Frl. Gertrude Breuer (aus Aachen) eine Töchterschule errichten darf. Zuvor noch, am 24. Sept. desselben Jahres, legte sie ("ein außerordentlich gutes Frauenzimmer") einen Unterrichtsplan vor, welcher u. a. auch französische und englische Sprache vorsah. In der Urkunde vom 9. Februar 1865 heißt es dann: "Breuer will keine Privat-, sondern eine Familienschule einrichten." Sie erhält die Erlaubnis erst für ein Jahr. Ihre Schule zählte 1867 16 Schüler in einer Klasse. Im "Protokoll-Buch des ev. Schulvorstandes 1838" ist der Bericht des ev. Pfarrers A. W. Bechtel (1868-1875) über die Sitzung des Schulvorstandes vom 18. Aug. 1868 lesenswert. In über drei großen Seiten sind die Wünsche vieler Eltern, eine höhere Privatschule hierorts zu errichten, festgehalten. Darin wird auch der traurige Zustand der Elementarschule ausdrücklich erwähnt. Die Konzession der Kgl. Regierung Koblenz lautet: "Dem ev. Pfarrer Bechtel zu Bendorf wird die Erlaubnis erteilt, an diesem Orte eine höhere Privatschule für Kinder beiderlei Geschlechts vom 8. Jahr an zu errichten. Diese Erlaubnis ist jederzeit widerruflich." Seine Privatschule zählte am 1.1.1869 18 Sprößlinge (9 Knaben und 9 Mädchen). In einem Nachweis über die Zahl der an Privatschulen arbeitenden Lehrer und Lehrerinnen und die Höhe der Besoldung in der Bürgermeisterei Bendorf für das Schuljahr 1870/71 ist zu lesen: 1 ev. Anstalt, 2 Klassen, 10 Schüler, 20 Schülerinnen, zusammen 30; Lehrer: Pfarrer Bechtel und Vikar Gardin; 1 kath. Anstalt, 1 Klasse, 15 Schüler, Lehrer Kaplan Knebler; 1 kath. Anstalt, 1 Klasse, 16 Schülerinnen; Lehrerin Frl. Gertrude Breuer. Bechtels Schule zählte 1871 schon 32 Schüler. "Die Schule entwickelt sich zur Zufriedenheit der Gemeinde und auch der Lehrer." Durch eine Vereinigung von Bürgern Bendorfs kam es 1872 zur Gründung eines Kuratoriums, den Zweck verfolgend: 1) ihren Kindern eine weitergehende Ausbildung zu gewähren, als dies in den Elementarschulen möglich ist, und 2) speziell eine Vorbereitungsschule für höhere Lehranstalten zu bilden, damit die Abiturienten dieser Schule ohne Schwierigkeit auf die Sekunda eines Gymnasiums oder einer Real- und Gewerbeschule übertreten können. So wurde für Knaben eine Schule von 4 Klassen gleichlautend den Klassen höherer Lehranstalten gegründet. Gleichzeitig wurde für Mädchen unter Mitbenutzung der Lehrkräfte für Knabenschule zunächst eine Schule von drei, später von vier Klassen eingerichtet, zu der dann noch eine gemischte Volksschule kam. Pfarrer Bechtel als Leiter der höheren Privatschule schreibt: "Einzelne Eltern bringen große Opfer zur Erhaltung dieses Institutes." Im Schuljahr 1872/73 betrug die durchschnittliche Schülerzahl 46. Es wirkten außer Bechtel und Gardin die Lehrer Castendyk und Franz Hartmann, beide seit Herbst 1872. Im Schuljahr 1873/74 stieg die Zahl der Schüler auf 53; davon 40 ev., 7 kath. u. 6 isr. - Juli 1874 schied Castendyk aus. Für den im Herbst 1873 ausgeschiedenen Kandidaten Gardin trat Kandidat Venter ein. Als Anfang 1874 die selbständige Schule der G. Breuer einging, erhielt die bisherige Vallendarer Schulvorsteherin Louise Welter (aus Dülken) die Konzession zur Gründung einer höheren Mädchenschule (2. Febr. 1874). Im Herbst 1874 trat Frl. Philomena Gerlach in die Bechtelsche Schule ein. Inzwischen stieg die Schülerzahl 1874/75 weiter auf 60. Am 17. Juni 1875 starb im Alter von 46 Jahren Pfarrer Bechtel. Diese Mitteilung machte daselbst der Hilfsprediger Richard Falkenberg, der auch hier von Juli bis Herbst 1875 amtierte. Juli 1875 schied der Kandidat Venter aus, dessen Stelle Kandidat Carl Wasmuth im Herbst -1875 übernahm. Noch am 17. November -1875 berichtete Bürgermeister Schmitz: "daß hierorts eine konfessionell gemischte Rektoratsschule besteht mit Knabenklassen bis U-III und 2 Mädchenklassen zu je 2 Abteilungen." Der Lehrplan war dem für die betr. Klassen der höheren Bürgerschule zu Neuwied nachgebildet. An Stelle des verstorbenen Pfarrers Bechtel übernahm -1879 der für das Rektorat geprüfte Lehrer Carl Boeder die Leitung dieser Schule. Mit Schreiben vom 13. 01.1876 wurde er von der Kgl. Regierung konzessioniert. "Er ist regierungsfreundlich, durchaus loyal und patriotisch. Er ist Mitglied des Deutschen Vereins." Nun trat im Lehrkörper ein großer Wechsel ein: Herbst 1875 schieden Falkenberg und Venter aus; dafür traten außer Boeder ein die Elementarlehrer Josef Eider (geb. 22. Mai 1858, zuvor Lehrer in Unterelsaff über Linz/Rh.), ferner Ernst Kratz und Joh. Phil. Kreyhs. Die beiden Letzteren wurden als "städt. Elementarlehrer" bezeichnet. Die Schülerzahl für 1875/76 betrug 58. Nun wurde die Privatschule der Aufsicht des Ortsschulvorstandes und des Kreisschulinspektors Klein, Boppard, unterstellt. Am 11.Februar 1876 schrieb die Schulbehörde: "Boeder darf sich nur Vorsteher - nicht Rektor - nennen." Als aber Boeder sich um die Stelle eines Kreisschulinspektors in Trier bewarb, stellte ihm Bürgermeister Schmitz ein gutes Zeugnis aus (vom 16. Juli 1876). Im Schuljahr 1876177 betrug die Schülerzahl 69. Ende des Jahres 1876 wurde Boeder versetzt; ferner schieden aus: C. Wasmuth und Frl. Gerlach. Dafür traten ein: Kandidat Adolf Müller (ab Ostern) und Frl. Emilie Hollmann, evgl. geprüft für Unterricht an höheren Mädchenschulen. Nun engagierte das Kuratorium den ev. Dr. phil. Johannes Wulle. Über das Woher Wulles sagt Urk. 441 Nr. 26497: - . . war Lehrer am Realgymnasium in Karlsruhe"; Urk. 655, 64 Nr. 473: - . . von Straßburg kommend . . . dessen Papiere bei der Kgl. Regierung Coblenz abhanden gekommen sind. Schulgebäude an der Engerserstraße Am 20. Februar 1877 erging ein Aufruf des Kuratoriums zur Zeichnung freiwilliger Beiträge zwecks Einrichtung eines neuen Schulgebäudes mit dem Ergebnis, daß von nur 17 Zeichnern sogar der Betrag von 42 200 Mark aufgebracht wurde. Da inzwischen Verhandlungen mit dem Vorstand der Sayner höheren Privatschule wegen Fusion der beiderseitigen Schulen und wegen Erbauung eines gemeinsamen Schulhauses zwischen den beiden Orten Bendorf und Sayn erfolglos blieben, kam es in der Generalversammlung der Zeichner am 2. April 1877 zum Beschluß der Erwerbung eines an der Engerser Straße gelegenen Grundstücks. Die Leitung des Baues übernahm eine dafür gewählte Kommission: Koll, Th. Neizert, Wilh. und Fr. W. Remy. Den Bauplan hatte Stadtbaumeister Nebel aus Koblenz entworfen. Die Grundsteinlegung zum Privatschulhausbau fand in Gegenwart sämtlicher Schüler und vieler Angehöriger derselben am 28. Juni 1877 statt. Kandidat Müller schied aus dem Lehrkörper aus, seine Stelle übernahm Kandidat Steil. Die Schülerzahl für 1877/78 betrug 56. Im folgenden Jahre wurde der Schulbau vollendet und am 14. Oktober seiner Bestimmung übergeben. 1879 erkrankte Dr. J. Wulle. Mit zunehmender Schwäche Wulles wurde Heinrich Burger mit der Führung der Rektoratsgeschäfte betraut. Da verstarb am 12. November 1879 Dr. Wulle. Ostern desselben Jahres trat Steil aus, und Otto Paukert (geb. 1852 zu Treuenbrietzen, evangl. gepr. pro fac. doc.) übernahm dessen Stelle. Die Schülerzahl für 1879/80: 67. Ab Ostern 1880 wurde die erledigte Schulleiterstelle provisorisch Heinrich Burgers übertragen (geb. 19. Febr. 1855 in Gernsheim/ Rh., stud. in Darmstadt 1874- 1876, dann bis 1879 in Bonn Experimental- u. mathem. Physik). Die definitive Leitung dieser Schule wurde Burger von weiteren nötigen Examina abhängig gemacht. Zum Lehrkörper gehörten: Burger, Eider, Paukert, Hollmann. Die Schülerzahl stieg 1880/81 auf 78. Inzwischen ging die Lokalschulinspektion auf den ev. Pfarrer Herrn. Heinr. Fr. Esch (1876 - 1906) über. Über eine Revision an dieser Schule berichtet Kreisschulinspektor Raßmann, Neuwied, vom 28.Okt. 1882: "Burger habe das Gymnasium nur bis OII besucht, es fehlten ihm die methodische Erfahrung, er habe noch keinerlei Prüfungen für Lehrbefähigung abgelegt, trotzdem er in Darmstadt die polytechnische Schule, in Gießen und Bonn mathem.- physikalische Studien gemacht habe. Er müsse die Prüfungszeugnisse für höheres Lehramt und für das Rektorat noch vorlegen. Für beide Prüfungen kann eine längere Frist als der 1.4.1883 nicht eingeräumt werden, da er lange genug Zeit gehabt hat, um der gesetzlichen Vorschrift zu genügen. Erkläre aber Burger, daß er diese Frist nicht einhalten kann, so ist ihm zum 1. April 1883 zu kündigen." Regierungsrat Bezzenberger: "Burger dürfte die Prüfung kaum bestehen, da er nicht die nötigen Eigenschaften besitze, um eine so komplizierte Schule wie diese Bendorfer Privatschule mit dem nötigen Erfolge zu leiten. Auf die Tüchtigkeit der Lehrpersonen kommt es an; das festzustellen, war der Zweck der Revision." Waren 1881/82 77 Schüler, so sank die Zahl derselben 1882/83 auf 63 (31 Knaben und 32 Mädchen). Dem Burger wurde vom Kuratorium zum 1.4.1883 gekündigt. Die Stelle wurde im Amtsblatt ausgeschrieben. Auch ein geforderter Einrichtungs-, und Lehrplan Burgers wurde nicht aufgefunden. So schied er also aus dieser Schule zum genannten Termin. Ergeschoßgrundriß der neuerbauten Schule (von 1920) Das Kuratorium wählte daraufhin den Lehrer Josef Limper aus Kaldenkirchen zum Rektor. Dieser wurde am 23. Nov. 1848 zu Nehden, Kr. Brilon, geboren, legte 1875 in Boppard die II. Prüfung, - 1879 die M i t t e l s c h u l l e h r e r - prüfung, - 1881 in Münster/W. die Rektoratsprüfung ab. Am 17.4.1883 erhielt er auf Bitten Raßmanns von der Kgl. Regierung Koblenz die Konzession. Limper war katholisch. Er legte die nötigen Pläne vor: Einrichtungs- und Lehrplan der höheren Privatschule, Schülerverzeichnis, Stundenplan, Verzeichnis über die Verwendung der an dieser Schule tätigen Lehrkräfte (24 Seiten). Daraus nur Punkt 4): Stundenzahl der Lehrkräfte: Limper 25, Eider und Paukert je 27, Hollmann 26, Pfarrer Esch 4, Kaplan Wilms (von Engers) 2, Frl. Stein 4 Wochenstunden. Schülerzahl für 1883/84: 80 Schüler. Für das Jahr 1884 ist ein weiterer Wechsel festzustellen: Eider verließ im Herbst nach achtjährigem Wirken die Schule; für das 3. Quartal übernahm Theodor Schmitz, nach dessen Weggang im 4. Quartal Lehrer Hoffmann aus Rüscheid provisorisch die Verwaltung dieser Lehrerstelle. Limper gab 1885 einen Jahresbericht heraus, der in der Bendorfer Druckerei von H. J. Schöltgen hergestellt wurde. Auf Seite 15 ist zu lesen: Die Anstalt ist um die OIII erweitert, so daß die Schüler bis zur UII (gymnasial und real) gefördert werden können. Besondere Bemerkung: Am 30. und 31. März 1885 fanden öffentliche Prüfungen der Schüler statt. Die Zeugnisse der Schüler wurden dreimal jährlich (Herbst, Weihnachten, Ostern) erteilt. C. Statistische Angaben Nach der Konfession: Bendorf 40 ka th., 21 evgl., 5 isr., Sayn 40 kath., 7 evgl., Engers 5 kath., 7 evgl., Mülhofen 4 kath., 5 evgl. ; insgesamt 59 kath., 40 evgl., 5 isr., = 104 Für das Unterrichtsjahr 1885/86 wurde ein neuer Jahresbericht -1886 herausgegeben, der wiederum durch die Bendorfer Fa. H. J. Schöltgen gedruckt wurde und 20 Seiten umfaßte. Bezüglich des neuen Schulhausbaues ergab die Baurechnung beim Abschluß noch einen Fehlbetrag von 8000 Mark, von dem man hoffte, daß er von alten und neuen Freunden der Anstalt gleichfalls noch gedeckt und die Aufnahme einer die Schulkasse drückenden Hypothek vermieden werde. Limper gab im Jahresbericht 1886 die Namen von weiteren bisher tätig gewesenen Lehrern und Hilfslehrern an. Für Religion: ev. Pfarrer Esch, kath. die Kapläne Wilms und Pauli von Engers, später Pastor Dr. Fries, Bendorf; für Zeichnen Lehrer Kreyhs, für Geographie u. Geschichte Lehrer Kratz; in Handarbeiten waren tätig Frl. v. Coll, Frl. Raditzki, Frl. J.Berninghaus, Frl. Vorlaender von Marburg, Frl. Stein und Frl. Klein von Neuwied; für französische Konversation Frl. Desruelles (Frankreich). Obergeschoßgrundriß der neuerbauten Schule (von 1920) Erneuten Wechsel der Lehrpersonen brachte das Jahr -1886: Lehrer Hoffmann schied aus, neu traten ein: Lehrer Fr. W. Kirschbaum aus Neuß, der anläßlich des Geburtstages S. M. des Kaisers Wilhelm die Festrede hielt (Programm im Jahresbericht eingelegt), ferner der Elementarlehrer Wilh. Linnemann von der kath. Volksschule Bendorf. (aushilfsweise), für Handarbeit in der unteren Mädchenklasse Frl. Schiffer. Die Schülerzahl betrug für 1885/86: -126. Davon traten im Laufe des Jahres -16 Schüler aus. Ostern -1886 wurden -110 Schüler verzeichnet. Ostern 1887 schied Linnemann aus, neu traten ein: Pastor Dr. Fries, Privatlehrer Ferd. Zander aus Sayn (aushilfsweise), Frl. Peters und die Volksschullehrer Tühner (kath.) und Frech (ev.). Schülerzahl für 1887/88: 105 Schüler, davon zählte allein die Vorschule 37 Kinder.
Im Lehrkörper gab es auch im Jahre 1888 erneute Veränderungen. Da sich Rektor Limpert in gleicher Eigenschaft an die städt. höhere Töchterschule in Prenzlau beworben hatte und mit Ende des Schuljahres -1888 ausschied, wählte das Kuratorium den bisherigen Lehrer an der Rektoratsschule zu Wermelskirchen, Otto Bernh. Joh. Heinr. Bruhn , zum Nachfolger. Er war am 22.Okt. 1851 zu Lankow bei Schwerin/ Mecklenburg geboren, ev. Konfession. Er legte für dieses Amt die dafür nötigen Prüfungszeugnisse und Unterlagen der Behörde vor. Mit dem 17. Sept. 1888 begann für Bruhn die Tätigkeit als Rektor; gleichzeitig trat Gustav Treskow, ev. (geb. 2. Okt. 1852), in die Anstalt ein. Für die Schuljahre 1888 bis 1890 konnten keine Schülerzahlen ermittelt werden. Neue Lehrpersonen für diese Zeit: Frl. Helene Schultze, Hauptlehrer Schlicht (kath.) als Hilfslehrer für Deutsch. Gelegentlich einer Revision setzte sich Reg.- und Schulrat Dr. Breuer für eine Trennung der Geschlechter in den oberen Klassen ein. Frequenz für 1890/91: -113, für -1891/92: 95 Schüler. Ab 1.4.1892 erscheint als Lehrer Franz Bade Schülerzahl 77 für 1892/93; 90 für 1893/94. Seit 19. Sept. 1893 wirkte als Lehrerin Frl. Emmi Brosius (geb. 12. 1. 1873, eine Tochter des Bendorfer Arztes Dr. Brosius). Für den am 21. März -1894 ausgeschiedenen Lehrer Frz. Bade wurde die Lehrerin Alwine Josefine Friederike Lafaye, ev. (geb. 25.6.1869), berufen. Damals bestand in Sayn eine Vorschule zur Bendorfer Anstalt (hauptsächlich für Kinder der Kruppschen Beamten in Sayn-Mülhofen), welche auch der Leitung Bruhns unterstand und vom Lehrer Fr. W. Kirschbaum (Pseudonym: Wilh. von der Erft) verwaltet wurde. Die Gesamtzahl der Schüler der höheren Privatschule Bendorf betrug 1896: 81. 1898 trennte man die Sayner Schule ab. Die Gründer der Privatschule schenkten 1899 das Bendorfer Schulhaus der Gemeinde Bendorf. Am 23.12.1902 und am 10.3.1903 wurde vom Gemeinderat der Stadt Bendorf ein Ortsstatut betreffend; die Besoldung und Versorgung der Lehrpersonen an der höheren Bürgerschule der Gemeinde Bendorf beschlossen und die Bürgerschule in den städt. Haushaltsplan übernommen. Sie nannte sich von da ab "Städtische Höhere Bürgerschule zu Bendorf a. Rh." Für die Schule wurde der Beitritt zur Ruhegehaltskasse angemeldet. Die Schülerzahl betrug 1902: 88-90; 1903: - 120; 1904: 122. Am 1. Okt. 1904 schied Thiel aus. 1905 wuchs die Schülerzahl auf 130 an. Mit dem 4. Januar 1905 trat Lehramtskandidat Albert Kronenberg in den Lehrkörper ein, der die Prüfung pro fac. doc. noch nicht abgelegt hatte. Ev. Religionsunterricht erteilte Vikar v. Claer. - 1906 erfolgten neue Zugänge: Der Kandiat Jos. Schmidtler aus München für den am 13. Sept. ausgeschiedenen A. Kronenberg und Dr. phil. Gerhard Drottboom. Dieser wurde am 17. Aug. 1876 zu Essen geboren, daselbst -1899 Abitur, Studium der Theologie in Bonn, Freiburg Br., Münster/W., Studium der Geschichte, Germanistik und Erdkunde. Drottboom promovierte zum Dr. phil. am 21. Februar 1906 mit der Dissertation: "Thomas Campanellas Staatsphilosophie nach ihren philosophischen Grundlagen." Wirtschaftsgeographische Betrachtungen über die Wirkungen der napoleonischen Kontinentalsperre auf Industrie und Handel. 1909 wurde die Städt. Höhere Bürgerschule der schultechnischen Aufsicht des Kaiser- Wilhelm-Realgymnasiums u. -Realschule Koblenz unterstellt und diese Schule als Anschlußanstalt in Aussicht genommen (28.10.1909) Schülerstand am 1.5.1909: 117. Im Jahre 1910 ließ Bruhn einen 22seitigen Bericht über das abgelaufene Schuljahr 1909/10 folgen, den die Firma Schwenkmezger, Bendorf, in Druck nahm. Die Zahl der Schüler stieg auf 140, 1911 sogar auf 147. Ein für das Schuljahr 1910/11 erneuter und von Bruhn erstatteter Jahresbericht enthält, gedruckt auf Seite 13/14, ein ausführliches Schülerverzeichnis mit Angaben über die Herkunft der Schüler. Schüler und Schüler- inen mit Lehrer- kollegium 1912 Noch in diesem Jahr verstärkte sich der Lehrkörper durch den aushilfsweisen Eintritt des der Volksschule zugehörigen Rektors J. Alken und im Jahre 1912 der Lehrer Gerlach und Ludw. Ed. Rehdanz. Dieser schied am 20. Okt. 1913 aus und wurde durch Lehrer Herrn. Jos. Wenn ersetzt. In der sehr kurzen Zeit vom 16. Mai bis 14. Juni waren die Hauslehrer Hillebrand und Gaetschenberger gegen Zahlung der üblichen Vergütung beschäftigt. Aus dem vorhin erwähnten Jahresbericht ist bemerkenswert, daß diese Schule nach dem Lehrplan von Gymnasium, Realgymnasium und Realschule arbeitete, daß sie Lateiner und Nichtlateiner aufwies. Erstere begannen in VI mit Latein, letztere in VI mit Französisch und ab UIII mit Englisch. Aus einem anderen Bericht Bruhns vom 17. 6. 1913 geht hervor, daß auswärtige Eltern ihre die hiesige Schule besuchenden Kinder bei Lehrern in Pension gaben. So hatten Okunski 5, Treskow 6. Dr. Drottboom 9 Schüler in eigenen Pensionen. Mit Ausbruch des 1, Weltkrieges (1914-1918) erfuhr der Unterrichtsbetrieb der Schule neue Belastungen für Lehrer und Schüler: Lehrer H. J. Wenn leistete militärische Übungen von achtwöchiger Dauer ab. Am 1. Okt. 1914 ging O. Bruhn in den Ruhestand. Die einstweilige Vertretung für ihn übernahm Treskow. Mit dem 1. April 1915 trat der bis dahin als Oberlehrer am Realgymnasium in WanneEickel tätig gewesene Erwin Weidenbusch die Nachfolge Bruhns an. Auch Lehrer Okunski wurde zur Wehrmacht gerufen und von Herrn. Rieck aus Vallendar vertreten. Das Jahr 1916 brachte unglückliche Nachrichten: Lehrer Wenn und der später an diese Schule kommende J. Stadtmüller wurden verwundet. 1917 wurden Weidenbusch und Dr. Drottboom zum Heeresdienst eingezogen. Das Kuratorium befürchtete die Schädigung des Schulbetriebes wegen Einberufung der Lehrer und Abwanderungen der Schüler. Der pensionierte Bruhn übernahm für Weidenbusch die Vertretung. Als aber Weidenbusch und Dr. Drottboom vom Heeresdienst zurückkehrten, nahmen sie im Frühjahr 1917 den Unterricht an der "Städt. Höh. Bürgerschule" wieder auf, deren Schülerzahl etwa -113 betrug. Mit dem 31. März 1918 gab Weidenbusch den Dienst an der Schule auf, um einer angenommenen Bewerbung als Lehrer am Realgymnasium in Berlin-Karlshorst nachzukommen. Auch Lehrer H. J. Wenn verließ am 1. 4. 1918 die Bendorfer Bürgerschule. Wiederum übernahm Bruhn die Vertretung als Schulleiter. Aber die endgültige Besetzung dieser Stelle wurde bis nach Kriegsende verschoben. Die durch Lehrer Wenn freigewordene Stelle wurde am 12. Sept. 1918 mit der Lehrerin Frau Thiery-Schultz besetzt. Sie verblieb aber nur bis Ostern. Anfang Oktober 1919 trat Bruhn nun ganz zurück. Aushilfsweise wurden Frl. Margarete Wiegand aus Bendorf und Frl. Klara Kohls beschäftigt. Erstere schied mit dem 1.Ok t. 1919 schon wieder aus. Lehrerkollegium der Höheren Bürgerschule Bendorf um 1920 Das Kuratorium der Städt. Höh. Bürgerschule zu Bendorf berief zum 1. Okt. 1919 auf Grund der Wahl vom 12. August Dr. phil. Joh. Bauer zum Leiter der Schule. Dr. Bauer wurde am 3.5.1888 zu Lützelburg in Lothringen geboren. Außer Dr. Bauer wurde der seit dem 12.Mai 1919 an dieser Schule wirkende Stud.-Ref. Joh. Stadtmüller definitiv angestellt. Der Schülerstand für das Schuljahr 1919 war auf 211 gestiegen. Mit dem Jahre 1920 traten innere Spannungen zwischen Dr. Bauer und Dr. Drottboom zutage wegen der unterschiedlichen Ansichten über die Grundlagen eines besseren Schulsystems für Bendorf; zuvor hatte der Direktor des Kaiser- Wilhelm-Realgymnasiums und -Realschule in Koblenz, Dr. Heinrich Egbring, die Unmöglichkeit des gymnasialen, realgymnasialen und realen Nebeneinander der Behörde zum Ausdruck gebracht. Außerdem begann man Ostern 1920 mit dem Abbau der Vorschulklassen. Der Lehrkörper bestand aus sieben festangestellten Lehrern und vier Hilfskräften. Die Schülerzahlen gingen allmählich zurück: 1920: -192, 1921 - 154, 1922: -114 Schüler. Infolge schlechter werdender allgemeiner Wirtschaftsverhältnisse, beginnender Geldentwertung u. a. m. wurden Stimmen laut, die die Schulauflösung wegen steigender hoher Zuschüsse forderten. Am 1.Mai 1922 fiel im Lehrplan Griechisch weg, die Vorschulklassen waren alle abgebaut. 1923 wurde ein hartes Jahr für die Schule: Erhöhung des Schulgeldes, jetzt noch 6 festangestellte Lehrer und 3 Hilfslehrkräfte an der Schule. 1924 traten die Preußische Personal-Abbauverordnungen (vom 29. August 1924) in Kraft, fanden aber auf das besetzte Gebiet, zu dem Bendorf gehörte, keine Anwendung. Die Gemeinde Bendorf geriet in Verschuldung. Lehrerin Lafaye erkrankte, Frl. Marg. Holl übernahm ihre Vertretung ab 12.12.1924. Pastor Pantenburg wurde Rel.-Lehrer. Schülerstand: - 110. Zusehends verschlechterten sich die wirtschaftlichen Verhältnisse: 600% Ertragssteuer, 1200% Lohnsummensteuer 19.9.1925), ein Drittel der Einwohnerschaft wurde aus öffentlichen Mitteln unterhalten, Betriebe teilweise stillgelegt, Industrie und Kleingewerbetreibende kamen ihren Steuerverpflichtungen nicht mehr nach. Der Winter 1925/26 brachte eine Hochwasserkatastrophe. Eine Eingabe nach der anderen an die Behörden um Gewährung von Zuschüssen zur Erhaltung der Schule jagten einander. Bendorf und Sayn-Mülhofen standen vor dem gänzlichen finanziellen Zusammenbruch. "Sie haben ihre Kassen für Auszahlungen jeder Art schließen müssen . . ." Als am 30. 3. 1926 Lehrer Pescatore ausschied, wurde diese Stelle nicht mehr besetzt. Der Gemeinderat hatte die Auflösung der Schule beschlossen. "Sie hat in dieser Zeit (53 Jahre) segensreich für Erziehung und Ertüchtigung der Bendorfer Jugend gewirkt." Schülerzahl: 76. Aus einem Fragebogen (9.Okt.1927) betr. die höhere Bürgerschule Bendorf mit 19 Fragen und Antworten heißt es z. B. zu 11): 5 haupt- und 2 nebenamtliche Lehrkräfte. Gesamtzahl der Schüler: 52 Knaben und 3 Mädchen. 1928 wurden die 3 Ortsteile Bendorf-Sayn- Mülhofen kommunalpolitisch vereinigt. "Die Stellung des Dr. Bauer war umstritten. "Eine Reorganisation der Schule hängt von der Person des Dr. Bauer ab" (so Bürgermeister Lerner am 30.7.28 an den Kreisausschuß Koblenz). Eine Vereinigung mit der Sayner Privatschule war seit langem geplant. Dr. Bauers Bemühungen um anderweitige Unterbringung im öffentlichen Schuldienst scheiterten. Stud.-Ass. J. Stadtmüller wurde, weil schwerkriegsbeschädigt, in Erholung geschickt. Am 17.Okt.1929 waren nur noch 4 Lehrkräfte, 5 Klassen und 47 Schüler vorhanden. "Ständige Zwistigkeiten innerhalb des Kollegiums, schwache Leitung usw. waren die Ursachen des Rückganges." Obwohl die Gemeinde und die Gemeindevertretung mit Mehrheit sich für die Auflösung der Schule ausgesprochen hatten (4.10.29), konnte Bürgermeister Lerner die Auflösung der Schule noch verhindern, mußte aber den Abbau der Klassen UIII und OIII zugeben. Ostern 1930 fiel OIII weg. Die Zahl der Schüler erreichte am 15. Sept. 1930 noch den Stand von 41. Am 1.Dezember 1930 reichte der Gemeindeverordnete Aloys Syre ein Schreiben betr. die Lage der höh. Bürgerschule an den Minister für Kunst, Wissenschaft und Volksbildung nach Berlin ein, in welchem die Versetzung Bauers und Drottbooms verlangt wurde. Dieser Brief war herausfordernd und angriffslustig. Die Frontstellung gegen die Lehrerschaft wurde klar demonstriert. In den Formulierungen ließ er nichts zu wünschen übrig. Die Schülerzahl sank 1930 auf 43 und hatte weiterhin stark sinkende Tendenz. So waren es am 30. Oktober 1931 25, am 25. Januar 1932 nur noch 20 Schüler. Am 1.3.1932 wurde Frl. Brosius pensioniert, Okunski bat am 3.3. in gleichem Anliegen. Am 31. März 1932 kam wegen fiinanzieller Schwierigkeiten der Gemeinde die Schule zum Erliegen und zur Auflösung. Am 5. Januar 1933 ging das Schulgebäude Engerser Straße 37 durch Vertrag mit der "höheren Privatschule Sayn" an diese über. Am 10.1.1933 meldete Lerner, daß die Schulchronik vermißt wird. Als Dr. Bauer darüber zur Rede gestellt wurde, konnte (?) er darüber keine Auskunft geben. (Anm.: 1) Am 20. Sept. 1933 wurde Dr. Bauer durch Schreiben des Ministers für Kunst, Wissenschaft und Volksbildung aus dem öffentlichen Schuldienst entlassen. Stadtmüller und Dr. Drottboom waren später im Volksschuldienst noch tätig. Damit verlieren sich alle Spuren der Städt Höheren Bürgerschule Bendorfs . Schülerinnen der Sayner höheren Privatschule feiern Karneval, um 1913 Am 11.April 1934 waren an der Sayner höheren Privatschule tätig: Vorsteherin Frl. M. Anhuth, 66 Jahre; Alice Haenel, 58 Jahre; Stud.-Ass. Roth, Frl. Angela Heuermann (Lehrerin der Vorschule), Frau M. Pulch. Diese Schule wurde am 10. März 1934 von 88 Kindern besucht. Bis zum 27. Juli 1934 stieg sie auf 100 Schüler. Im Jahre 1935 wurde die Auflösung der Vorschule, die sich hier noch gehalten hatte, verfügt. Mit April 1936 untersagte der Reichs- und Preuß. Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung die Aufnahme von Schulneulingen. 1937 ließen die beiden Lehrerinnen Anhuth und Haenel erkennen, daß sie mit Ablauf des Schuljahres infolge ihres Alters aus dem Schuldienst auszuscheiden gedachten, da sie sich den Anforderungen des Schulbetriebes nicht mehr gewachsen fühlten. Am 10. November 1937 verfügte diese Schule über 7 Klassen mit 82 Schülern. Die Bendorfer Zeitung vom 27. Januar 1938 machte bekannt: "Die hiesige höh. Privatschule wird mit Beginn der Osterferien 1938 als solche ihren Betrieb einstellen. Nach Anhörung der Ratsherren und im Einvernehmen mit der Schulaufsichtsbehörde habe ich den Entschluß gefaßt, die Privatschule mit 3 Klassen (VI-IV) für Knaben und Mädchen auf die Stadt zu übernehmen." Bürgermeister Komp am 25. Febr. 1938: - Die Schule firmiert jetzt "Städt. Höhere Knaben- und Mädchenschule (Zubringeschule für Jungen)". Zur Einstellung gelangten 2 Lehrer und 2 Lehrerinnen, diese auf Privatdienstvertrag. Zum Lehrkörper gehörten: Toni Carl aus Essen als Leiter, Ernst Bubel aus Korschen (Ostpr.), beide akadem. Mittelschullehrer, Frl. A. Heuermann und Frau Stud.-Ass. M. Pulch. Schülerzahl: 50. August 1938 besuchten 27 Knaben und 21 Mädchen diese Schule. Die letzten Nachrichten über diese Schule, die von Sayn nach Bendorf übergesiedelt war, hatte folgende Mitglieder im Lehrkörper: Schulleiter Moll, Stud.-Ass. Roth, Lehrer Hausmann und Hahne, die Lehrerinnen Straaten, Frau M. Pulch, Marianne Hünermann, Stud.-Rat Dr. Thiesolf und Lehrer Merl. Der 2. Weltkrieg 1939-1945 mit seinem schrecklichen Ende brachte alles zum Erliegen. Nach Beseitigung aller Hindernisse und Widerstände, nach mühevollem Neuaufbau in Stadt und Land, nach Normalisierung der Lebensverhältnisse erwachte allmählich das Interesse für schulische Bildung. Auch das deutsche Wirtschaftswunder half kräftig an der Entwicklung des gesamten Bildungsstrebens. Unter diesen Voraussetzungen konnte die Stadt Bendorf zwei neue große Volksschulgebäude errichten. Am 16. August 1965 wurde Bendorf anläßlich der Übergabe der neuerbauten Autobahnbrücke über den Rhein mit dem linksrheinischen Raum verkehrsmäßig verbunden. 1967 konnte Bendorf erstmalig 2 Sexten des Max-v.-Laue-Gymnasiums mit etwa 93 Schülern im ehemaligen höheren Privatschulgebäude unterbringen. 1968 wurde Bendorf zum Gymnasialstandort erklärt und zum 1. August die formelle Gründung eines staatl. neusprachlichen Gymnasiums im Landkreis Koblenz beschlossen. Nach Mitteilung des Herrn Studiendirektors Dany ist zum 1. August mit einem Neuzugang von 190 Schülern zu rechnen. Anm. 1) Nach Aussage von Stadtmuseumsleiter H.Scharfenstein soll Dr. Drottboom in diesem Zusammenhang in Untersuchungshaft genommen worden sein (?).
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